Die Rückkehr des Igels – Neue Zeiten, bewährte Bundeswehr
Mag man den jüngsten Äußerungen des Bundeskanzlers glauben schenken, soll die Bundeswehr eine Führungsrolle als stärkste konventionelle Streitkraft Europas einnehmen. Hierbei unterschätzt er nicht nur die Wirkkraft unserer französischen Freunde, sondern bricht zugleich mit dem bundesrepublikanischen Verzicht auf alleinige Führung in Europa.
Es mögen geopolitisch neue Zeiten angebrochen sein, doch der Igel bleibt bewährt. Entlehnt aus Wilhelm Buschs Gedicht «Bewaffneter Friede», symbolisiert er heute eine wehrhafte Demokratie, die sich dem Frieden verpflichtet sieht, aber mit ihren Stacheln durchaus einer teils unfriedlichen Welt zu trotzen weiß.
In diese Tradition gilt es nun die Bundeswehr zurückzuführen und sich zunächst bei unseren Soldaten für die politischen Ausrutscher, namentlich: Kosovo sowie Afghanistan, zu entschuldigen. Wir müssen uns auf die Landes- / Bündnisverteidigung zurückbesinnen und stets ein verlässlicher Bündnispartner für unsere Verbündeten sein – auch für humanitäre Hilfe mögen wir weiterhin bereitstehen.
Ein Verzicht auf Führungsrollen oder Alleingänge gebietet jedoch weiterhin unser historisches Erbe des vergangenen Jahrhunderts: Unsere Bundeswehr steht für stolze Staatsbürger in Uniform aus einem Volk der guten Nachbarn.