Man reiche ihnen das Schwert !
In der japanischen Geschichte war rituelle Selbstentleibung ein brutaler, aber konsequenter Akt: Der Samurai übernahm persönliche Verantwortung bis in den Tod und suchte, durch das eigene Opfer Ehre zu wahren oder wiederherzustellen.
Wenn eine politische Partei sich hingegen durch stures Festhalten an offensichtlich schädlicher Politik selbst in die Bedeutungslosigkeit manövriert, wirkt das wie eine Karikatur dieses Prinzips – ein politischer seppuku ohne Größe, ohne Bewusstsein und ohne jedes Gefühl für Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft.
Während der Samurai in einem letzten klaren Moment sein Versagen anerkannte, leugnet die Partei ihr Scheitern bis zuletzt, wiederholt Parolen, die längst niemand mehr glaubt, und hält sich für standhaft, wo sie in Wahrheit nur noch den eigenen Untergang verwaltet.
So wird aus einem ehemals ehrbezogenen Opferakt ein groteskes Schauspiel der Selbstzerstörung, bei dem nicht Mut, sondern Realitätsverweigerung regiert.
Am Ende bleibt nicht Respekt, sondern bloßes Kopfschütteln.