Mein Erfahrungsbericht mit GRAV – ein Fehlstart, der keiner sein dürfte
Ich wollte eigentlich nur ein modernes, leichtgewichtiges CMS.
Etwas, das schnell läuft, flexibel ist und mir nicht im Weg steht.
Grav klang nach genau diesem System: flat‑file, modular, schnell, elegant.
Die Realität war das Gegenteil.
1. Der Einstieg: Noch nicht einmal Content – und schon im Chaos
Bevor ich überhaupt eine einzige Seite aufgebaut habe, bevor ich mich mit Themes, Strukturen oder Content beschäftigen konnte, bin ich an Dingen gescheitert, die jedes CMS seit Jahrzehnten problemlos beherrscht:
- ein Login anzeigen
- ein Theme aktivieren
- eine Lizenz installieren
- ein Plugin nutzen
- eine ZIP‑Datei herunterladen
Grav hat mich schon bei den absoluten Basics ausgebremst.
2. Der Bestellvorgang – ein Premium‑Kauf, der sich wie ein Fehlkauf anfühlt
Ich habe Geld ausgegeben.
Ich habe ein Premium‑Theme gekauft.
Ich habe erwartet, dass ich danach:
- einen funktionierenden Download‑Bereich habe
- ZIP‑Dateien bekomme
- eine klare Installationsanleitung sehe
- einen Lizenz‑Key eingeben kann
Was ich bekommen habe:
- ein Bestellvorgang, der nicht sauber durchlief
- einen Lizenz‑Key, der sich NICHT installieren ließ
- Fehlermeldungen, die nichts erklärten
- eine Admin‑Oberfläche, die den Key nicht akzeptierte
- und am Ende: keine ZIP‑Dateien im Download‑Bereich
Ich musste die Lizenz manuell installieren.
Ein Vorgang, der 2026 nicht mehr existieren dürfte.
Und selbst danach fehlten die Dateien, die ich eigentlich bezahlt hatte.
3. Das Theme – Typhoon, der Premium‑Albtraum
Ich dachte:
„Wenn Grav schon altbacken wirkt, dann hilft wenigstens ein modernes Premium‑Theme.“
Was ich bekam:
- CSS, das mal geladen wird und mal nicht
- Layouts, die sich selbst überschreiben
- Formulare, die mal korrekt aussehen und mal völlig verzogen
- Einstellungen, die sich widersprechen
- ein Theme, das sich in Login‑Prozesse einmischt, obwohl es das nicht sollte
- ein Verhalten, das mich glauben ließ, ich mache Fehler, obwohl das System selbst instabil ist
Typhoon ist nicht „Premium“.
Typhoon ist ein Chaos‑Generator.
4. Der Login – das absolute Minimum, und trotzdem gescheitert
Ich wollte nur eines:
Ein funktionierendes Login‑Formular.
Was Grav mir gab:
- mal ein verzogenes Formular
- mal gar kein Formular
- mal ein halbes Formular
- mal ein Formular, das aussieht wie ein Unfall
- mal ein Formular, das plötzlich wieder normal ist
- mal ein Formular, das wieder kaputt ist, ohne dass ich etwas geändert habe
Das ist kein Bedienfehler.
Das ist Systemversagen.
5. Shortcodes, die in der Dokumentation stehen – aber nicht existieren
Ich wollte den Login per [login] einbinden.
So steht es in der Dokumentation.
Die Realität:
- Der Shortcode existiert nicht mehr
- Das Plugin liefert ihn nicht
- Die Dokumentation ist veraltet
- Grav schweigt dazu
- Themes schweigen dazu
- Und ich stehe da und denke, ich mache etwas falsch
Nein.
Ich habe nichts falsch gemacht.
Grav hat mich im Regen stehen lassen.
6. Das Fazit: Ein System, das mehr verspricht, als es hält
Ich habe noch nicht einmal angefangen, Content aufzubauen.
Ich habe noch nicht einmal die Chance gehabt, Grav produktiv zu nutzen.
Und trotzdem habe ich schon:
- Stunden verloren
- Nerven verloren
- Vertrauen verloren
- Lust verloren
Weil Grav mich schon bei den Minimaldingen scheitern lässt.
Nicht bei komplexen Features.
Nicht bei Spezialfällen.
Nicht bei exotischen Anforderungen.
Sondern bei:
- Login
- Lizenz
- Downloads
- Theme
- Formular
- Basisfunktionen
Das ist nicht „Pech“.
Das ist ein System, das seine Versprechen nicht einlöst.
🧨 Schlusswort
Grav hat mich nicht unterstützt.
Grav hat mich nicht abgeholt.
Grav hat mich nicht überzeugt.
Grav hat mich frustriert, blockiert, verwirrt und enttäuscht.
Und das alles, bevor ich überhaupt richtig anfangen konnte.