Stripe & Ghost: Wie funktioniert die Verbindung – und worauf sollte man achten?
Ghost bringt von Haus aus ein Membership‑ und Payment‑System mit, das vollständig auf Stripe basiert. Wer also bezahlte Newsletter, Premium‑Artikel oder Supporter‑Modelle anbieten möchte, kommt an Stripe nicht vorbei. In diesem Artikel schauen wir uns an, wie die Integration funktioniert, welche Kosten entstehen, welche Zahlungsarten unterstützt werden und welche Fallstricke man kennen sollte.
Warum Stripe?
Ghost setzt auf Stripe, weil der Dienst weltweit verfügbar ist, moderne APIs bietet und wiederkehrende Zahlungen zuverlässig abwickelt. Für Betreiber bedeutet das: keine eigene Payment‑Infrastruktur, keine PCI‑Compliance‑Sorgen und ein sehr schlanker Setup‑Prozess.
Welche Kosten entstehen bei Stripe?
Stripe hat ein sehr einfaches Gebührenmodell:
Grundgebühren
- Keine monatlichen Fixkosten
- Keine Einrichtungsgebühren
Transaktionsgebühren (typisch in der EU)
- Kartenzahlungen: meist 1,4 % + 0,25 € für EU‑Karten
- Internationale Karten: meist 2,9 % + 0,25 €
- SEPA‑Lastschrift: ca. 0,35 € pro Zahlung
- Apple Pay / Google Pay: gleiche Gebühren wie Kreditkarten
- Refunds: keine Gebühr, aber die ursprünglichen Gebühren werden nicht erstattet
Die genauen Preise variieren je nach Land, Branche und Volumen – Stripe zeigt sie transparent im Dashboard an.
Welche Zahlungsarten unterstützt Ghost über Stripe?
Ghost nutzt die Stripe‑Checkout‑Seiten. Dadurch stehen automatisch alle Stripe‑Zahlmethoden zur Verfügung, die in deinem Land aktiviert sind:
- Kredit‑ und Debitkarten
- Apple Pay
- Google Pay
- SEPA‑Lastschrift
- (Optional) Klarna, iDEAL, Bancontact, EPS – je nach Region
Ghost selbst muss dafür nicht angepasst werden. Sobald du eine Zahlungsart in Stripe aktivierst, erscheint sie automatisch im Checkout.
Wie richtet man Stripe in Ghost ein?
Die Einrichtung ist überraschend einfach:
1. Stripe‑Konto erstellen
Ein normales Stripe‑Konto reicht aus. Wichtig ist, dass du die Konto‑Verifizierung abschließt (Bankkonto, Identität, Unternehmensdaten).
2. In Ghost verbinden
Im Ghost‑Admin unter:
Settings → Membership → Stripe
kannst du dein Stripe‑Konto mit einem Klick verbinden. Ghost erstellt dann automatisch die benötigten Webhooks und Produkte.
3. Preise und Pläne definieren
Ghost legt Standard‑Pläne an (monatlich/jährlich). Du kannst sie anpassen:
- Preis
- Name
- Währung
- Beschreibung
Die Preise werden direkt in Stripe gespeichert.
Was sollte man beachten? Fallstricke & Tipps
- Testzahlungen sind Pflicht: Bevor du live gehst, solltest du unbedingt Testzahlungen durchführen – Ghost bietet dafür einen „Preview“-Modus.
- Steuern & Rechnungen: Stripe erstellt keine vollständigen Rechnungen mit Umsatzsteuer. Du musst ggf. ein externes Tool wie Quaderno oder dein Buchhaltungssystem anbinden.
- Ghost verwaltet keine Rabatte oder Coupons: Diese müssen direkt über Stripe erstellt und verwaltet werden.
- Keine PayPal-Unterstützung: Stripe bietet kein PayPal – wer das unbedingt braucht, muss auf Drittanbieter oder manuelle Lösungen ausweichen.
- Mitgliederverwaltung ist Ghost-only: Stripe kennt keine „Mitglieder“ – es verwaltet nur Kunden und Zahlungen. Ghost synchronisiert das intern.
Fazit
Die Kombination aus Ghost und Stripe ist eine der elegantesten Möglichkeiten, um bezahlte Inhalte oder Mitgliedschaften anzubieten – besonders für Solo‑Publisher und kleine Teams. Die Einrichtung ist schnell erledigt, die Gebühren sind fair, und die Integration funktioniert zuverlässig. Wer sich mit den Eigenheiten beider Systeme vertraut macht, kann damit ein professionelles, DSGVO‑konformes Angebot aufbauen – ganz ohne Plugin‑Chaos oder komplexe Payment‑Gateways.